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Kleine Gerbgeschichte
Die hohe Kunst des Gerbens ist fast so alt wie die Menschheit und somit eines der ältesten Handwerke.Funde und Wandzeichnungen beweisen, dass Felle und Leder erste Bekleidungsstücke der Urvölker waren. In frühchristlichen Gräbern wurden Ledersandalen und Lederumhänge gefunden. Mit der Entdeckung des Feuers wurde sehr schnell die gerbende Wirkung des Rauches bekannt.
Die Entwicklung der Gerberei durch viele Jahrhunderte ist hochinteressant. Immer mehr Naturtechniken zum Gerben wurden ausprobiert und im Laufe der Zeit verfeinert.
Gekochte Leder wurden zu Wasserbehältern verarbeitet. Die Gerbung mit Fischtran war für die Mokassin-Herstellung das Beste. Das große Spektrum der pflanzlichen Gerbsäuren brachte Leder in braunen und rötlichen Farben. Helle Farben waren sehr schwierig in der Herstellung, solange ausschließlich mit Naturgerbstoffen gearbeitet wurde.
Ganz gleich, welche Gerbmethoden angewendet wurden, es war immer mit starken, unangenehmen Gerüchen verbunden. Es wurden verschiedene Vorschriften aus dem Mittelalter gefunden, die es in manchen Ländern untersagten Gerbereien aus diesem Grunde in Städten anzusiedeln.
Die Gerbtechniken des Altertums und des Mittelalters haben sich kaum unterschieden. Eine große, sprunghafte Steigerung von Gerbhandwerk mit langen Gerbzeiten in eine rationell arbeitende Gerbindustrie setzte im 19.Jahrhundert ein.
Es wurde das rotierende Gerbfass erfunden und die Gerbgrube weitestgehend abgelöst. Schnellere Gerbzeiten wurden erzielt. Der Einsatz der pflanzlichen Gerbstoffe wurde durch chemische Stoffe stark zurück gedrängt.
Mit der Anwendung moderner Gerbtechniken und neuer Gerbmittel wurden neue Ledertypen erzielt.Besonders durch die Erfindung, “Chromsalze“ zur Lederfertigung einzusetzen, bekam die Lederbekleidungsgerberei den größten Aufschwung. Der Häuteanfall im eigenen Land reichte bald nicht mehr aus.Es musste aus tierreichen Ländern importiert werden. Rohhäute aus aller Welt wurden in Deutschland zu hochwertigen Ledern in industrieller Fertigungsweise gegerbt. Die ständige ansteigende Leistungskurve der deutschen Gerbindustrie wurde in der Mitte des 20.Jahrhunderts gebrochen, die Gerbereien größtenteils stillgelegt. Die Zerstörung des Krieges, hohe Auflagen des Umweltschutzes und Verbote der Regierungen der Hauptlieferländer, dass keine Rohstoffe mehr exoortiert werden dürfen, sondern ausschließlich Fertigprodukte, also gegerbte Leder, machten es immer schwieriger, fast unmöglich, in Deutschland zu gerben.
Heute beziehen deutsche Konfektionäre fast 90 % Ihres Lederbedarfes aus dem Ausland, das bemüht ist, seine Gerbereien zu industrialisieren. Die heutige in- oder ausländische Gerbindustrie hat die Aufgabe, verderbliche tierische Häute durch entsprechende chemische Behandlungsprozesse in haltbare Leder umzuwandeln. Darüber hinaus müssen die hochwertigen,natürlichen Eigenschaften der Haut erhalten bleiben. Durch gekonnte Zurichttechniken werden Trageeigenschaften und Optik des Bekleidungsleders verbessert.
Es werden unzählige Gerbarten unterschieden. Das Spektrum von Sohlenleder bis zum Fensterleder, und alles, was dazwischen liegt, ist sehr groß.
Die Art der angewendeten Gerbung bestimmt den späteren Ledertyp.
Die Chromgerbung (Mineralgerbung)
Durch intensive Forschungsarbeit wurde festgestellt, dass es Metalle gibt, die Salze bilden können, so genannte Metallsalze, die über hervorragende Gerbfähigkeit verfügen. Größte Bedeutung haben weltweit die Chromsalze und somit die Chromgerbung erreicht. Sie hat in kurzer Zeit die Pflanzengerbung für Bekleidungsleder abgelöst.
Vorteile der Chromgerbung :
- helle Farben sind lichtecht einzufärben
- hohe Widerstandsfähigkeit
- doppelt so hohe Reißfestigkeit
- niedriges spezifisches Gewicht
Die Sämischgerbung
Bei der Sämischgerbung handelt es sich um eine Sehr alte Naturgerbung, die ein hautsympathisches Leder bringt, das nur in geringen Mengen hergestellt wird. Es werden ausschließlich Wildhäute als Ausgangs material verwendet. Das beste Gerbmittel ist Fischtran, und zwar vom Dorsch. Das Endergebnis der Sämischgerberei ist ein gelbes Leder mit besonders guten Trageeigenschaften.
Sämischleder sind:
- voll waschbar
- weich
- feuchtigkeitsaufnehmend
- hautsympathisch
- hygienisch und gesund
Arnold Weiss verwendet nur Leder europäischen
Ursprungs. Sie entsprechen den strengen
Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland
PCP-Gehalt entspricht derPentachlorsphenolverbotsverordnung
Chrom-VI-Gehalt ist nicht vorhanden
AZO-Farbstoffe gemäß der Verordnung zur Bedarfsgegenstände –Verordnung
Der hohe Qualitätsstandard garantiert dieSicherheit für Umwelt und Gesundheit
Arnold Weiss

